Mein Wiedereinstieg in die Reiterwelt – und warum der richtige Hof alles verändert hat
Mein Wiedereinstieg in die Reiterwelt letztes Jahr war rückblickend eine der besten Entscheidungen für mich. 🧡
Auch wenn ich gerade am Anfang ganz schön hin- und hergerissen war.
Schaffe ich es wirklich, mir diese Zeit jede Woche freizuschaufeln?
Passt das mit Familie und Alltag zusammen?
Und brauche ich wirklich noch ein Hobby? 😆
Mein Kind hat mich anfangs auch das ein oder andere Mal gefragt:
„Mama, gehst du jetzt schon wieder reiten?“ 😂
Ja… so ist das mit Hobbys.
Man muss sich tatsächlich erstmal wieder daran gewöhnen, jede Woche zur gleichen Zeit etwas nur für sich zu machen.
Und ganz ehrlich?
Das fühlt sich am Anfang fast ein bisschen ungewohnt an.
Aber irgendwann pendelt es sich ein.
Heute gehört meine Reitstunde für mich genauso selbstverständlich zur Woche wie das wöchentliche Tanztraining meiner Tochter.
Und ich möchte diese Zeit ehrlich gesagt nicht mehr missen. 🤎
🐴 Was du für deinen Wiedereinstieg wirklich brauchst
Ich kann natürlich nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen – aber das sind die Dinge, die ich mir für meinen Wiedereinstieg angeschafft habe und die ich immer wieder kaufen würde.
1. Eine Reitkappe – natürlich! 🪖
Meine erste Reitkappe habe ich tatsächlich gebraucht über Kleinanzeigen gekauft.
Ich wusste zu diesem Zeitpunkt ja noch gar nicht, wohin die Reise geht und ob ich wirklich dauerhaft wieder reiten werde.
Deshalb wollte ich erstmal nicht direkt ein Vermögen ausgeben.
Ich hatte mir zunächst eine 10er-Karte auf dem Hof geholt, auf dem damals auch meine Tochter geritten ist.
Erstmal wieder reinschnuppern.
Schauen, ob es sich noch genauso anfühlt wie früher.
Spoiler: Ja. 🥹
2. Eine vernünftige Reithose
Eine Reithose musste natürlich auch her, denn von früher hatte ich wirklich nichts mehr.
Ich habe mich zunächst für eine Jodhpur-Reithose entschieden – die hatte ich euch hier schon einmal verlinkt und setze den Link unten im Artikel nochmal dazu.
Mittlerweile habe ich mich allerdings auch ein kleines bisschen in Topreiter verliebt. 🙈
Die Sachen sind leider nicht gerade günstig, aber die Qualität gefällt mir wirklich gut und vor kurzem durfte deshalb sogar noch eine weitere Reithose bei mir einziehen.
Man gönnt sich ja sonst nichts. 😆🤎
3. Reitstiefeletten
Hier hatte ich tatsächlich Glück.
Ich hatte mir kurz vorher ein Paar Blundstone gekauft und festgestellt, dass sie wunderbar zum Reiten funktionieren.
Also musste ich dafür erstmal gar nichts Neues kaufen.
Und ich liebe es, wenn etwas, das man sowieso schon besitzt, plötzlich noch einen zweiten Zweck bekommt.
4. Gute Reithandschuhe 🧤
Darüber habe ich ja bereits einen eigenen Artikel geschrieben.
Meine Empfehlung sind die Uvex Reithandschuhe.
Gerade beim Wiedereinstieg finde ich gute Handschuhe wirklich angenehm – und wenn man erstmal wieder regelmäßig reitet, merkt man sowieso ziemlich schnell, welche kleinen Dinge den Unterschied machen.
5. Und jetzt kommt für mich der WICHTIGSTE Punkt:
Finde den richtigen Reiterhof. 🤎
Wirklich.
Unterschätze niemals, wie viel der richtige Reiterhof ausmacht.
Dadurch, dass meine Tochter ebenfalls reitet, durfte ich in den letzten Jahren schon einige verschiedene Höfe kennenlernen.
Und ich sage euch:
Da gibt es SO krasse Unterschiede. Halleluja. 😂
Nicht nur bei den Pferden und dem Unterricht.
Auch bei den Menschen, der Atmosphäre, dem Umgang miteinander und ganz besonders bei der Frage:
Fühlst du dich dort eigentlich wohl?
Und dann muss man natürlich überhaupt erstmal einen Platz bekommen. 😅
Also… Long Story Short:
Nach etlichem Ausprobieren dachte ich irgendwann:
Okay. Für meine Tochter haben wir jetzt den richtigen Hof gefunden.
Deshalb habe ich mir dort auch meine 10er-Karte geholt.
Aber nach ein paar Reitstunden musste ich leider feststellen:
Es sah von außen irgendwie schöner aus, als es sich für mich angefühlt hat.
Es gab viel Lästerei unter den Reitern, der Unterricht war ziemlich eintönig und meistens ging es einfach Runde um Runde in der Abteilung.
Und auch die Pferde wirkten auf mich irgendwann eher gelangweilt als begeistert.
Ich ritt meine 10er-Karte noch fertig…
und dann hing das Reiten bei mir erstmal wieder am Haken.
Und manchmal muss man einfach nochmal neu suchen. 🐴
Irgendwann verlor auch meine Tochter ein bisschen die Lust, weil sie das Gefühl hatte, reiterlich nicht wirklich weiterzukommen.
Also fing ich wieder an, mich umzuschauen.
Und dann entdeckte ich ganz zufällig eine Anzeige für eine Reitbeteiligung auf einem Islandpferdehof mit der Möglichkeit, zusätzlich Unterricht zu nehmen.
Ich schaute mir den Hof an.
Und ziemlich schnell war klar:
Das könnte es sein.
Ich streckte natürlich auch direkt die Fühler für meine Tochter aus.
Und was soll ich sagen?
Seit Anfang des Jahres sind wir dort.
Und wir sind SO glücklich. 🥹🤎
Wir haben dort in wenigen Monaten mehr gelernt als teilweise in den Jahren davor zusammen.
Aber noch viel wichtiger:
Wir haben eine richtig tolle Hofgemeinschaft gefunden.
Menschen, mit denen man gerne seine Freizeit verbringt.
Pferde, zu denen man eine Verbindung aufbauen kann.
Und dieses Gefühl, nach dem Reiten nach Hause zu fahren und zu denken:
„Ja. Genau hier möchte ich sein.“
Vielleicht ist das eigentlich das Wichtigste am Wiedereinstieg:
Du brauchst nicht sofort die perfekte Ausrüstung.
Du brauchst nicht das teuerste Pferd.
Und du musst auch nicht nach zehn Jahren Pause plötzlich wieder alles können.
Du brauchst einen Ort, an dem du dich wohlfühlst.
Einen Ort, an dem du wieder Freude am Reiten bekommst.
Und vielleicht – so wie bei mir – ein kleines bisschen von dem Gefühl zurückfindest, das du früher einmal hattest. 🐴🤎
Denn manchmal ist ein Wiedereinstieg nicht einfach nur ein neues Hobby.
Manchmal ist es ein Stück von dir selbst, das wieder zurückkommt.
Cozy Grüße
Anni 🧡
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